Idee & Ansatz
Die Arbeit von Sport – The Bridge beruht auf dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe, was bedeutet, dass wir auf den Wunsch und den Willen des Kindes, seine eigene Situation aus eigener Kraft zu verbessern, grossen Wert legen.
Die Ziele des Programms “Äthiopien – Sport baut Brücken” sind die Wiedereingliederung von Strassenkindern in ihre Familien und in die öffentliche Schule. Das Programm teilt sich in zwei Phasen auf: Nach einem Jahr der intensiven Betreuung sollten die Kinder wieder zu Hause schlafen und in die öffentliche Schule eingegliedert werden. Kind und Familie werden während weiterer vier Jahre (Follow-up) begleitet. Dies gewährleistet den nachhaltigen Erfolg des Programms.
Jedes Jahr werden rund 130 Kinder neu in das Programm aufgenommen. Im ersten Jahr besuchen sie täglich die sportpädagogischen Lektionen, Turniere und Spiele und lernen, das im Sport erfahrene Verhalten mit ihrem täglichen Leben in Verbindung zu bringen und darin umzusetzen. Parallel dazu wird in der Familienarbeit Schritt für Schritt die individuelle Situation der Kinder in Erfahrung gebracht und Kontakt zu den Familien aufgenommen, um eine tragbare, dauerhafte Lösung zu finden.
Im Rahmen des Programms erhalten die Kinder täglich zwei Mahlzeiten auf dem Sportgelände. Für die Übernachtung wird nicht gesorgt. Die persönliche Körperhygiene, Gesundheitsprävention, sowie die Behandlung von Krankheiten sind weitere wichtige Bestandteile des Programms. Rund 30 äthiopische MitarbeiterInnen kümmern sich in den fünf Bereichen Sportpädagogik, Familienbetreuung, Ernährung, Gesundheit und Administration um das Wohl und die Entwicklung der Kinder.
Der Aufbau lokaler Kapazitäten ist ein zentraler Bestandteil unseres Ansatzes. Nach dem Aufbau des Programms 2005 und 2006 konnte die Leitung vor Ort Ende 2006 an die äthiopischen Mitarbeiter übergeben werden. Seitdem konzentriert sich die Arbeit in der Schweiz auf die strategische Leitung, die Sicherung der Qualität sowie auf die Finanzierung.