Sportpädagogik

sportpaedagogik

Damit Menschen effizient und nachhaltig lernen können, braucht es ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren.

  • Interesse und Motivation am Thema
  • Transfer auf bereits Bekanntes
  • Emotionen

Ein Strassenkind in Addis Abeba zu lehren, wie eine Familie funktioniert, in die es sich einpassen und in der es die gesellschaftlichen Spielregeln akzeptieren sollte, ist ein äusserst schwieriges Unterfangen. Der Sport kann hier seine Wirkung doppelt entfalten. Erstens weckt er die Aufmerksamkeit und das Interesse der Kinder. Vor allem Fussball ist enorm populär. Zweitens bietet der Sport einen idealen Rahmen, um eine Vielzahl von verschiedenen Situationen und Handlungsmustern zu erfahren und zu üben. Auf den in spezifischen Situationen erfahrbaren Emotionen bauen unsere sonderpädagogischen Sportlektionen auf.

In unseren Sportlektionen wollen wir nicht „nur“ Sport treiben. Wir wollen uns bewusst darauf fokussieren, erzieherische Themen spielerisch anzugehen. Den Strassenkindern wird so die schrittweise Sozialisation ermöglicht – und das erst noch mit einem hohen Spassfaktor. Die Lektionen orientieren sich dabei an dem speziell für das Programm entwickelten KRAFT-Modell. Das sportpädagogische Modell baut auf den fünf Schwerpunktthemen Körper, Regeln, Akzeptanz, Fairness und Team auf.

In Fussball-, Basketball- und Kampfkunsttrainingseinheiten sowie weiteren Sportarten erfahren die Kinder den Umgang mit diesen Themen; sie üben sich spielerisch im Umgang mit ihren Emotionen, ihrer Kraft und ihren Aggressionen. Im jeweils anschliessenden Transfer lernen die Kinder, das im Sport erfahrene Verhalten mit ihrem täglichen Leben in Verbindung zu bringen und darin umzusetzen.